Wirkweise
DLPA ist eine 50/50-Mischung beider Isomere. L-Phenylalanin wird zu L-Tyrosin hydroxyliert, dann weiter zu Dopamin → Noradrenalin → Adrenalin. D-Phenylalanin soll die Enkephalinase hemmen — ein Enzym, das körpereigene Endorphine abbaut — und so die natürliche Schmerzlinderung verlängern.
Evidenzlage
Die Evidenz stammt überwiegend aus den 1970er-80er Jahren. Beckmann (1979) zeigte in einer kleinen Doppelblindstudie DLPA als nicht unterlegen zu Imipramin bei Depression. Für Schmerzlinderung über Enkephalinase-Hemmung gibt es mechanistische Plausibilität, aber keine modernen RCTs. Insgesamt: historisch interessant, aber Replikation fehlt.
Sicherheit
Kontraindiziert bei Phenylketonurie (PKU). Nicht mit MAO-Hemmern oder Levodopa kombinieren. Kann bei empfindlichen Personen Kopfschmerzen, Übelkeit oder Angst auslösen. In Studien insgesamt gut verträglich.
Dosierung
500–1000 mg pro Tag, nüchtern. Nicht abends (stimulierend über Dopamin-Pathway).