MikroScore
Science-backed ingredient evidence
Schwache Evidenz Sicherheit: Wahrscheinlich sicher Studiendosis: 5 mg/Tag

Ergothionein

Auch bekannt als: Ergothioneine, ERGO, L-Ergothioneine

Kurzurteil Schwache Evidenz

Ergothionein ist ein seltenes Aminosäurederivat aus Pilzen, das als antioxidativ diskutiert wird und teils als potenzielles „gesundes Altern-Vitamin“ beschrieben wird.

EU Health Claims: Keine zugelassenen Claims

Keine EFSA-zugelassenen Health Claims. In der EU regulatorisch als übliche Substanz eingestuft, da natürlich in Lebensmitteln vorkommend.

KI-Zusammenfassung

Kurz-Fazit

Ergothionein ist ein seltenes Aminosäurederivat aus Pilzen, das als antioxidativ diskutiert wird und teils als potenzielles „gesundes Altern-Vitamin“ beschrieben wird.

Was die Evidenz stützt

Beobachtungsstudien zeigen inverse Korrelation zwischen Ergothionein-Spiegeln und altersbedingten Erkrankungen. RCTs beim Menschen fehlen weitgehend.

Was NICHT belegt ist

Klinische Humanstudien fehlen oder sind sehr schwach. Langzeit-Sicherheit beim Menschen weitgehend unerforscht.

EU/EFSA-Status

Nicht zugelassen. Keine EFSA-zugelassenen Health Claims. In der EU regulatorisch als übliche Substanz eingestuft, d…

Sicherheit

Wahrscheinlich sicher

Diese KI-Zusammenfassung basiert auf den strukturierten Daten dieser Seite.

Was ist Ergothionein?

Ergothionein (ERGO) ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die Menschen nicht selbst synthetisieren können – sie muss über die Nahrung aufgenommen werden. Hauptquellen sind Pilze, sowie in kleineren Mengen Leber, Nieren und manche Bohnen.

Was Ergothionein besonders macht: Der Körper hat einen spezifischen Transporter (OCTN1) der ausschließlich für diesen Stoff da ist – ein starkes Indiz, dass er biologisch bedeutsam ist. Ergothionein reichert sich besonders in Organen mit hohem oxidativem Stress an: Leber, Nieren, rote Blutkörperchen, Linse des Auges.

Was sagen die Studien wirklich?

Das Positive

  • Niedrige Ergothionein-Spiegel im Blut korrelieren mit war mit höheren Werten verbundenem Risiko für kognitive Störungen, kardiovaskuläre Erkrankungen und Frailty
  • Starke antioxidative und entzündungshemmende Wirkung in Zell- und Tiermodellen
  • Der dedizierte Transporter OCTN1 deutet auf evolutionäre Wichtigkeit hin

Das Problem

  • Kaum kontrollierte Humanstudien (RCTs) vorhanden
  • Korrelation ≠ Kausalität: Wer mehr Pilze isst, hat ohnehin gesündere Ernährungsgewohnheiten
  • Optimale Dosierung für Supplements unklar

Fazit: Ergothionein ist einer der spannendsten Wirkstoffe im Kontext gesunden Alterns aktuell – aber die Evidenz ist noch dünn. Wer regelmäßig Pilze isst, deckt seinen Bedarf wahrscheinlich ab.

Ist Ergothionein sicher?

Ja – als natürlicher Nahrungsbestandteil seit Jahrtausenden konsumiert. Keine bekannten Toxizitätssignale bis zu 30 mg/Tag in Kurzzeit-Studien.

Wichtigste Studien

Ergothioneine, a diet-derived antioxidant with therapeutic potential

Paul BD, Snyder SH (2010)

Ergothionein hat einzigartige Transportmechanismen (OCTN1) im Körper und reichert sich in mitochondrienreichen Geweben an – Hinweis auf biologische Relevanz.

PubMed PMID 20308112

Association of plasma ergothioneine with healthy aging

Cheah IK et al. (2023)

Niedrige Ergothionein-Plasmaspiegel korrelieren mit schlechterem kognitivem Status und Frailty bei älteren Menschen (Beobachtungsstudie).

PubMed PMID 36856787

Ergothioneine reduces the severity of MPTP-induced Parkinson's disease

Koh YH et al. (2011)

In einem Maus-Parkinson-Modell reduzierte Ergothionein neuronale Schäden signifikant.

PubMed PMID 21347875

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Redaktioneller Hinweis: Für die meisten hier beschriebenen Wirkstoffe existieren in der EU keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben (Health Claims gemäß VO (EG) 1924/2006). Die Evidenzstufen sind redaktionelle Einschätzungen der Forschungsqualität — keine Heilsversprechen. Dieser Inhalt ist kein Ersatz für medizinischen Rat und stellt keine Empfehlung zur Behandlung, Linderung oder Vorbeugung von Krankheiten dar.