MikroScore
Science-backed ingredient evidence
Schwache Evidenz Sicherheit: Wahrscheinlich sicher Studiendosis: 450 mg/Tag

Gynostemma (Jiaogulan)

Auch bekannt als: Gynostemma pentaphyllum, Jiaogulan, Southern Ginseng, Gynostemma

Kurzurteil Schwache Evidenz

Gynostemma ist ein adaptogenes Kraut aus Südostasien, das AMPK aktiviert – ähnlich wie Metformin – und mit gesundes Altern-Populationen in China assoziiert wird.

EU Health Claims: Keine zugelassenen Claims

Keine EFSA Health Claims. In Europa als Kräutertee und Supplement erhältlich. Regulatorisch unkompliziert, da traditionelles Lebensmittel.

KI-Zusammenfassung

Kurz-Fazit

Gynostemma ist ein adaptogenes Kraut aus Südostasien, das AMPK aktiviert – ähnlich wie Metformin – und mit gesundes Altern-Populationen in China assoziiert wird.

Was die Evidenz stützt

Gynostemma aktiviert AMPK in Tier- und Zellstudien. Humanstudien zeigen positive Effekte auf Blutfette, Blutzucker und Entzündungsmarker.

Was NICHT belegt ist

Klinische Humanstudien fehlen oder sind sehr schwach. Langzeit-Sicherheit beim Menschen weitgehend unerforscht.

EU/EFSA-Status

Nicht zugelassen. Keine EFSA Health Claims. In Europa als Kräutertee und Supplement erhältlich. Regulatorisch unkom…

Sicherheit

Wahrscheinlich sicher

Diese KI-Zusammenfassung basiert auf den strukturierten Daten dieser Seite.

Was ist Gynostemma?

Gynostemma pentaphyllum – auf Chinesisch Jiaogulan – ist ein Kletterkraut aus Südostasien, das in der Region Guizhou (China) angebaut wird, wo überdurchschnittlich viele Hundertjährige leben. Es wird dort seit Jahrhunderten als Tee getrunken.

Der entscheidende Mechanismus: Gynostemma enthält Gypenoside, die den Energie-Sensor AMPK (AMP-aktivierte Proteinkinase) aktivieren. AMPK ist ein zentraler Regulator von Stoffwechsel und Zellalterung – derselbe Signalweg, der durch Metformin, Intervallfasten und Sport aktiviert wird.

Was sagen die Studien wirklich?

Das Positive

  • AMPK-Aktivierung ist einer der stärksten und am besten belegten gesundes-Alten-Mechanismen
  • Humanstudien zeigen Verbesserung von Blutzucker, Insulinsensitivität und Blutfetten
  • Traditionelle Verwendung über Jahrhunderte ohne bekannte Schäden
  • Preiswert (als Tee sehr günstig)

Das Problem

  • Humanstudien meist klein und kurzfristig
  • Wirkstoff-Standardisierung bei Supplements variiert stark
  • Keine direkten Endpunkte zu gesundem Altern beim Menschen
  • AMPK-Aktivierung allein garantiert kein längeres Leben

Fazit: Gynostemma ist ein unterschätztes Adaptogen mit klarem Mechanismus (AMPK) und positiver Humanevidenz. Als Tee eine sehr kostengünstige Möglichkeit, metabolische Gesundheit zu unterstützen.

Ist Gynostemma sicher?

In traditioneller Verwendung als Tee seit Jahrhunderten sicher. Bei sehr hohen Dosen mögliche GI-Beschwerden. Vorsicht bei Autoimmunerkrankungen (immunmodulierende Wirkung). Nicht in der Schwangerschaft.

Wichtigste Studien

Gynostemma pentaphyllum extract activates AMPK and improves insulin resistance

Nguyen PH et al. (2011)

Gynostemma-Extrakt aktivierte AMPK in Fett- und Muskelzellen, vergleichbar mit Metformin – ohne bekannte Nebenwirkungen des Arzneimittels.

PubMed PMID 21062282

Effect of Gynostemma pentaphyllum tea on metabolism in obese subjects

Müller C et al. (2012)

RCT: Gynostemma-Tee war mit Veränderungen verbundene Insulinsensitivität und war mit niedrigeren Werten verbundene Nüchternblutzucker bei adipösen Probanden nach 8 Wochen.

PubMed PMID 22784345

Gynostemma pentaphyllum and lipid-lowering effects

Olsson EM et al. (2009)

Humanpilot: Gynostemma war mit niedrigeren Werten verbundene LDL-Cholesterin und Triglyzeride nach 4 Wochen bei Personen mit leicht war mit höheren Werten verbundenen Blutfettwerten.

PubMed PMID 19628196

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Redaktioneller Hinweis: Für die meisten hier beschriebenen Wirkstoffe existieren in der EU keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben (Health Claims gemäß VO (EG) 1924/2006). Die Evidenzstufen sind redaktionelle Einschätzungen der Forschungsqualität — keine Heilsversprechen. Dieser Inhalt ist kein Ersatz für medizinischen Rat und stellt keine Empfehlung zur Behandlung, Linderung oder Vorbeugung von Krankheiten dar.