Wirkweise
Kürbiskernöl aus Cucurbita pepo enthält Phytosterole (insbesondere Beta-Sitosterol und Delta-7-Sterine), ungesättigte Fettsäuren und Carotinoide. Die postulierten Wirkmechanismen bei BPH umfassen eine milde Hemmung der 5-Alpha-Reduktase (ähnlich wie Finasterid, aber deutlich schwächer) und entzündungshemmende Effekte über Phytosterole.
Evidenzlage
Die größte Studie (Vahlensieck 2015, n=1431) zeigte signifikante IPSS-Verbesserungen bei milder BPH. Allerdings war die Effektgröße moderat, und die Studie wurde teilweise von der Industrie finanziert. Für Blasengesundheit bei Frauen gibt es erste positive Daten (Nishimura 2014), aber nur mit kleiner Stichprobe.
Sicherheit
Kürbiskernöl gilt als sehr sicher. Keine nennenswerten Nebenwirkungen in Studien berichtet. Kann in seltenen Fällen leichte Magen-Darm-Beschwerden verursachen.
Dosierung
1000–3000 mg Kürbiskernöl pro Tag, typischerweise aufgeteilt auf 2-3 Dosen zu den Mahlzeiten.