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Science-backed ingredient evidence
Moderate Evidenz Sicherheit: Wahrscheinlich sicher 0

Vitamin K2 (MK-7)

Auch bekannt als: Menaquinon-7, MK-7, Menaquinon-4, MK-4, Vitamin K2, Natto

Kurzurteil Moderate Evidenz

Vitamin K2 aktiviert Proteine des Calciumstoffwechsels und wird vor allem im Zusammenhang mit Knochen- und Gefäßmarkern diskutiert. MK-7 aus Natto gilt als gut bioverfügbar.

EU Health Claims: Zugelassen

EFSA hat Health Claims für Vitamin K allgemein zugelassen (K1+K2): normale Blutgerinnung und Knochenerhaltung. Spezifische Claims für K2 (Arteriengesundheit) nicht zugelassen. Tagesbedarf: 70 µg. Keine festgelegte obere Zufuhrgrenze.

KI-Zusammenfassung

Kurz-Fazit

Vitamin K2 aktiviert Proteine des Calciumstoffwechsels und wird vor allem im Zusammenhang mit Knochen- und Gefäßmarkern diskutiert. MK-7 aus Natto gilt als gut bioverfügbar.

Was die Evidenz stützt

Epidemiologische Evidenz für K2-reiche Ernährung und weniger Herzerkrankungen (Rotterdam-Studie). RCTs zeigen Verbesserung von Arteriensteifigkeit und Knochendichte.

Was NICHT belegt ist

Langzeit-Sicherheit und seltene Nebenwirkungen beim Menschen sind noch unzureichend untersucht.

EU/EFSA-Status

Zugelassen. EFSA hat Health Claims für Vitamin K allgemein zugelassen (K1+K2): normale Blutgerinnung und Knoc…

Sicherheit

Wahrscheinlich sicher

Diese KI-Zusammenfassung basiert auf den strukturierten Daten dieser Seite.

Was ist Vitamin K2?

Vitamin K2 gehört zur Familie der Menachinone und ist strukturell verschieden von Vitamin K1 (Phylloquinon aus grünen Gemüsen, primär für Blutgerinnung in der Leber).

K2 hat einen anderen Job: Es aktiviert zwei Proteine, die für die Kalziumverteilung im Körper entscheidend sind:

  • Osteocalcin: Bindet Kalzium in den Knochen – aktiviert durch K2-abhängige Carboxylierung
  • Matrix-Gla-Protein (MGP): Hemmt Kalziumablagerungen in Arterien und Weichgewebe

Das Prinzip ist einfach: Ohne ausreichend K2 „parkt” Kalzium an den falschen Stellen – in Arterienwänden statt in Knochen. K2 lenkt das Kalzium dorthin, wo es hingehört.

MK-4 vs. MK-7: ein wichtiger Unterschied

FormQuelleHalbwertszeitBioverfügbarkeit
MK-4Tierfleisch, Butter, Eier~1–2 StundenNiedrig, kurz
MK-7Natto (fermentierte Sojabohnen), Supplements~72 StundenHoch, lang

MK-7 ist die überlegene Supplementform: Es wird in Knochen und Gefäßgewebe transportiert und hat eine dreimal längere Halbwertszeit als MK-4. Die meisten klinischen Studien wurden mit MK-7 durchgeführt.

Was sagen die Studien wirklich?

Starke epidemiologische Basis

  • Rotterdam-Studie: Höchste K2-Aufnahme → 41 % weniger koronare Herzerkrankungen
  • Bestätigt in der Prospect-EPIC-Studie (Niederlande)

Belegte RCT-Effekte

  • Arteriensteifigkeit: 3-Jahres-RCT zeigt signifikante Verlangsamung bei postmenopausalen Frauen
  • Knochendichte: Konsistente Verbesserungen in mehreren RCTs
  • Osteocalcin-Aktivierung: Biomarker-Verbesserungen zuverlässig

Noch nicht in großen Outcome-Studien

  • Kein RCT hat bisher Herzinfarkte oder Schlaganfälle als Endpunkt bewiesen
  • Große Interventionsstudie (VitaK-CAC) läuft noch

Die D3+K2-Kombination

Vitamin D3 fördert die Kalziumresorption aus dem Darm. Vitamin K2 wird in diesem Zusammenhang oft als Cofaktor des Calciumstoffwechsels diskutiert. Die Kombination D3+K2 ist daher populär, auch wenn harte Endpunktdaten weiterhin begrenzt sind.

Ist Vitamin K2 sicher?

K2 ist bei normalen Dosen wahrscheinlich sicher – keine bekannte Toxizität. Wichtige Ausnahme: Vitamin K (alle Formen) interagiert mit Antikoagulantien wie Marcumar/Warfarin – dort unbedingt Arzt informieren. Neue orale Antikoagulantien (NOAK) sind nicht betroffen.

Wichtigste Studien

Dietary Intake of Menaquinone Is Associated with a Reduced Risk of Coronary Heart Disease: The Rotterdam Study

Geleijnse JM et al. (2004)

Rotterdam-Studie (n=4.807): Hohes Menaquinon-Intake reduzierte koronare Herzerkrankung um 41 % und kardiovaskuläre Mortalität um 57 %. Starke epidemiologische Grundlage.

PubMed PMID 15514282

Vitamin K2 reduces arterial stiffness in healthy postmenopausal women – a randomised double blind clinical trial

Knapen MHJ et al. (2015)

RCT (n=244, 3 Jahre): 180 µg MK-7/Tag verlangsamte den altersassoziierten Anstieg der Arteriensteifigkeit signifikant. Osteocalcin-Carboxylierung war mit Veränderungen verbunden.

PubMed PMID 26501375

Three-year low-dose menaquinone-7 supplementation helps decrease bone loss in healthy postmenopausal women

Knapen MHJ et al. (2013)

RCT (n=244, 3 Jahre): MK-7 war mit Veränderungen verbundene Knochendichte und -stärke signifikant vs. Placebo. Klinisch relevante Reduktion des Knochenschwunds.

PubMed PMID 23525894

Differential lipoprotein transport pathways of K-vitamins in healthy subjects

Schurgers LJ et al. (2007)

MK-7 hat eine Halbwertszeit von 72 Stunden (vs. 1–2 Stunden für K1/MK-4) und wird effizienter in extrahepatische Gewebe (Knochen, Arterien) transportiert.

PubMed PMID 17138823
Redaktioneller Hinweis: Für die meisten hier beschriebenen Wirkstoffe existieren in der EU keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben (Health Claims gemäß VO (EG) 1924/2006). Die Evidenzstufen sind redaktionelle Einschätzungen der Forschungsqualität — keine Heilsversprechen. Dieser Inhalt ist kein Ersatz für medizinischen Rat und stellt keine Empfehlung zur Behandlung, Linderung oder Vorbeugung von Krankheiten dar.