MikroScore
Science-backed ingredient evidence
Starke Evidenz Sicherheit: Wahrscheinlich sicher Studiendosis: 15 mg/Tag

Zink

Auch bekannt als: Zinc, Zinkgluconat, Zinkpicolinat, Zinkmonomethionin

Kurzurteil Starke Evidenz

Zink ist an vielen Enzymen beteiligt und essenziell für Immunfunktion, DNA-Reparatur und Hormonsynthese. Niedrige Zufuhr oder niedrige Spiegel sind bei älteren Menschen nicht selten und lassen…

EU Health Claims: Zugelassen

EFSA hat umfangreiche Health Claims für Zink zugelassen: normale Immunfunktion, DNA-Synthese, Fruchtbarkeit, Knochen, Haut, Haare, Sehvermögen, kognitiver Funktion, Schutz vor oxidativem Stress. Tagesbedarf: 11 mg (Männer), 8 mg (Frauen).

KI-Zusammenfassung

Kurz-Fazit

Zink ist an vielen Enzymen beteiligt und essenziell für Immunfunktion, DNA-Reparatur und Hormonsynthese. Niedrige Zufuhr oder niedrige Spiegel sind bei älteren Menschen nicht selten und lassen…

Was die Evidenz stützt

Vergleichsweise gute Datenlage für Immunfunktion, Wundheilung und Hormonregulation. EFSA hat zahlreiche Health Claims zugelassen.

Was NICHT belegt ist

Langzeit-Sicherheit und seltene Nebenwirkungen beim Menschen sind noch unzureichend untersucht.

EU/EFSA-Status

Zugelassen. EFSA hat umfangreiche Health Claims für Zink zugelassen: normale Immunfunktion, DNA-Synthese, Fru…

Sicherheit

Wahrscheinlich sicher

Diese KI-Zusammenfassung basiert auf den strukturierten Daten dieser Seite.

Was ist Zink?

Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das für mehr als 300 enzymatische Reaktionen benötigt wird. Es ist an DNA-Reparatur, Proteinsynthese, Zellteilung, Immunabwehr und der Aktivität von Antioxidantien-Enzymen (Superoxiddismutase) beteiligt.

Im Kontext gesunden Alterns ist Zink besonders relevant, weil es mit zunehmendem Alter systematisch abnimmt – ein Phänomen, das als „Immunseneszenz” (Alterung des Immunsystems) beiträgt.

Wer hat Risiko für Mangel?

RisikogruppeUrsache
Ältere Erwachsene (>65 Jahre)Schlechtere Resorption, weniger Fleischkonsum
Veganer/VegetarierPhytate in Hülsenfrüchten hemmen Zinkresorption
PPI-NutzerMagensäure nötig für Zinkresorption
Alkohol-KonsumentenErhöhte renale Ausscheidung
Sportler (Ausdauer)Erhöhter Verlust über Schweiß

Was sagen die Studien wirklich?

Klar belegt (EFSA-zugelassen)

  • Immunfunktion: T-Zell-Proliferation, NK-Zell-Aktivität, Antikörperproduktion
  • DNA-Synthese und Zellschutz: Cofaktor für DNA-Polymerasen und Reparaturenzyme
  • Wundheilung: Kollagensynthese und Epithelregeneration
  • Testosteron: Bei Mangel normalisiert Supplementierung den Spiegel

Vergleichsweise gut untersucht

  • Reduktion der Erkältungsdauer (~33 % kürzer bei Zink-Lutschtabletten innerhalb 24h nach Symptombeginn)
  • Untersuchung im Kontext altersabhängiger Augenmarker (AREDS2-Studie: Zink + Antioxidantien)

Wichtig: Kein Effekt bei ausreichender Versorgung

Testosteron-Effekte, Immunboosts und Hormonverbesserungen treten nur bei echtem Mangel auf. Für gut versorgte Menschen bringt Mehrkonsum keinen Zusatznutzen und birgt Risiken.

Überdosierung: das Kupfer-Problem

Zink verdrängt Kupfer bei der Resorption im Darm. Chronisch hohe Zinkdosen (>40 mg/Tag) können zu Kupfermangel führen – mit Folgen für Nervengesundheit, Immunfunktion und Anämie. Dies ist der häufigste Fehler bei Zink-Selbstmedikation.

Empfehlung: Nie mehr als 25–40 mg/Tag supplementieren und bei Langzeiteinnahme >15 mg: 1–2 mg Kupfer dazugeben.

Welche Form?

FormBioverfügbarkeit
ZinkpicolinatSehr gut (gut chelatiert)
ZinkgluconatGut (häufig in Lutschtabletten)
ZinkzitratGut, magenfreundlich
ZinkoxidSchlecht – in vielen günstigen Produkten

Zinkoxid ist günstig, aber kaum bioverfügbar. Fingerzeig beim Kauf: auf die Verbindungsform achten.

Ist Zink sicher?

Bei 8–25 mg/Tag aus Nahrung und Supplement: wahrscheinlich sicher. Der tolerable Obergrenzwert (UL) der EFSA liegt bei 25 mg/Tag für Erwachsene.

Wichtigste Studien

Zinc: role in immunity, oxidative stress and chronic inflammation

Prasad AS (2009)

Umfassender Review: Zinkmangel beeinträchtigt T-Zell-Funktion, war mit höheren Werten verbunden oxidativen Stress und Entzündungsmarker. Supplementierung normalisiert Immunfunktion bei Mangel.

PubMed PMID 18385818

Zinc deficiency: what are the most appropriate interventions?

Bhutta ZA et al. (2008)

Meta-Analyse: Zinksupplementierung reduziert Diarrhoe-Inzidenz bei Kindern um 25 %, Pneumonie um 41 %. Zeigt biologische Relevanz der Zinkversorgung.

PubMed PMID 18793724

Zinc supplementation and testosterone levels

Prasad AS et al. (1996)

Bei zinkmangelnden älteren Männern: Supplementierung war mit höheren Werten verbundene Testosteron von 8,3 auf 16,0 nmol/L. Kein Effekt bei gut versorgten Männern.

PubMed PMID 8875519

The role of zinc in the biology of aging

Mocchegiani E et al. (2008)

Review: Zinkmangel nimmt mit dem Alter zu, korreliert mit Immunseneszenz, Entzündung und war mit höheren Werten verbundenem Oxidationsstress. Supplementierung bei Älteren war mit Veränderungen verbunden Immunparameter.

PubMed PMID 18385819
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Redaktioneller Hinweis: Für die meisten hier beschriebenen Wirkstoffe existieren in der EU keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben (Health Claims gemäß VO (EG) 1924/2006). Die Evidenzstufen sind redaktionelle Einschätzungen der Forschungsqualität — keine Heilsversprechen. Dieser Inhalt ist kein Ersatz für medizinischen Rat und stellt keine Empfehlung zur Behandlung, Linderung oder Vorbeugung von Krankheiten dar.