Forschungsgebiet: Schlaf
14 Wirkstoffe, die in Studien auf eine Wirkung im Bereich Schlaf untersucht wurden — sortiert nach Forschungsrelevanz.
5-HTP (5-Hydroxytryptophan)
5-HTP ist ein Serotonin-Vorläufer, der die Blut-Hirn-Schranke überquert. Es wird vor allem für Schlaf und Stimmung untersucht. Wichtige Sicherheitswarnung: nicht mit SSRIs oder MAO-Hemmern…
Apigenin
Apigenin ist ein Flavonoid aus Kamille und Petersilie, das CD38 hemmt – ein Enzym, das NAD+ abbaut. Damit ergänzt es NMN/NR aus einem anderen Winkel. Noch frühe Humanstudien.
Ashwagandha (Withania somnifera)
Ashwagandha ist ein ayurvedisches Adaptogen, das in RCTs vor allem für Stressmarker und subjektives Wohlbefinden untersucht wird. Für gesundes Altern-Effekte fehlen Langzeitdaten.
GABA
GABA klingt logisch für Entspannung und Schlaf. Das Hauptproblem: oral eingenommen erreicht es das Gehirn wahrscheinlich nur begrenzt.
Glycin
Glycin ist die kleinste Aminosäure und wird für Glutathion, Kollagen und Kreatin benötigt. Als GlyNAC-Kombination wird es auch im Zusammenhang mit Alterung-Hallmarks untersucht.
Koffein
Koffein ist die weltweit am häufigsten konsumierte psychoaktive Substanz. Hunderte RCTs belegen Effekte auf Wachheit, Reaktionszeit, Ausdauerleistung und kurzfristige Kognition.
Kreatin (Creatin)
Kreatin ist eines der bestuntersuchten Supplements für hochintensive Muskelarbeit. Die stärkste Evidenz stammt aus Kraft- und Schnellkraftstudien; weitere Einsatzfelder werden weiterhin erforscht.
L-Citrullin
L-Citrullin kann die Stickstoffmonoxid-Produktion steigern und wird in Studien mit verbesserter Durchblutung sowie Ausdauerleistung bei körperlicher Belastung in Verbindung gebracht.
L-Theanin
L-Theanin gehört zu den populäreren Nootropics: Es wird vor allem für Ruhe ohne starke Sedierung untersucht, besonders in Kombination mit Koffein.
L-Tyrosin
L-Tyrosin ist eine Aminosäure-Vorstufe von Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin. In Studien zeigte sie kognitive Vorteile unter akutem Stress und Schlafentzug.
Lion's Mane (Hericium erinaceus)
Speisepilz mit Wirkstoffen (Hericenone, Erinacine), die NGF- und BDNF-Synthese stimulieren. Erste RCTs bei MCI und Angstsymptomen positiv — Evidenz bleibt früh und begrenzt.
Magnesium
Magnesium ist an über 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt. Niedrige Zufuhr ist in Deutschland häufig. Die Form beeinflusst Bioverfügbarkeit und Verträglichkeit deutlich.
Melatonin
Melatonin reguliert den Schlaf-Wach-Rhythmus und hat antioxidative Eigenschaften. Vergleichsweise gut untersucht ist es vor allem bei Jetlag und bestimmten Schlafkontexten. In Deutschland sind…
Rhodiola Rosea (Rosenwurz)
Rhodiola rosea ist ein Adaptogen mit RCTs zu mentaler Erschöpfung und Stresswahrnehmung. Die Datenlage ist interessant, aber nicht frei von Heterogenität.