Forschungsgebiet: Verdauung
36 Wirkstoffe, die in Studien auf eine Wirkung im Bereich Verdauung untersucht wurden — sortiert nach Forschungsrelevanz.
Akkermansia muciniphila
Akkermansia muciniphila ist ein Darmbakterium, das mit besserem Metabolismus, Darmbarriere-Funktion und gesundes Altern assoziiert wird.
Betain (Trimethylglycin)
Betain ist ein natürlicher Methylgruppenspender, der Homocystein abbaut und in Studien mit moderaten Kraft- und Ausdauergewinnen in Verbindung gebracht wird.
Calcium
Essenzieller Mineralstoff für Knochen, Muskeln und Nerven. Meta-Analysen belegen moderate Knocheneffekte bei Defizit; hochdosierte Supplemente sind kardiovaskulär nicht risikofrei.
Cholin
Cholin ist essenziell für Zellmembranen, Leber und Acetylcholin. Wichtig bei Unterversorgung – aber nicht jede Cholin-Form hat denselben Nutzen fürs Gehirn.
Curcumin (Kurkuma-Extrakt)
Curcumin beeinflusst verschiedene Entzündungs- und Oxidationswege. Hauptproblem bleibt die Bioverfügbarkeit; positive Daten stammen meist aus speziellen Formulierungen.
EGCG (Grüntee-Extrakt)
EGCG ist das Hauptcatechin im Grüntee und wird für Stoffwechsel- und Zellschutzmechanismen untersucht. Höher dosierte Supplemente können mit Leberrisiken verbunden sein.
Eisen
Essenziell für Sauerstofftransport, Energiestoffwechsel und Immunfunktion. Bei bestätigtem Mangel klar wirksam — ohne Labordiagnose sollte Eisen nicht blind supplementiert werden.
Flohsamenschalen (Psyllium)
Psyllium ist ein gut untersuchter Ballaststoff für Verdauung; auch Cholesterin- und Blutzuckermarker werden untersucht. Wenig Hype, aber praktisch relevant.
Glutathion
Glutathion ist das berühmte körpereigene Antioxidans. Als Supplement bleibt die Datenlage deutlich weniger beeindruckend als der Ruf.
Hyaluronsäure
Körpereigenes Glycosaminoglykan mit hoher Wasserbindungskapazität. Mehrere RCTs belegen moderate Effekte auf Hautfeuchtigkeit und Faltenreduktion; orale Gelenkdaten schwächer.
Hydroxytyrosol
Hydroxytyrosol ist ein Olivenpolyphenol, das für oxidative Prozesse und Gefäßmarker untersucht wird. Im Alltag wird es oft unterschätzt.
Inulin (Prebiotikum)
Inulin ist ein präbiotischer Ballaststoff mit solider Plausibilität für Darmgesundheit. Praktisch relevant, aber kein glamouröser gesundes Altern-Shortcut.
Jod
Jod ist essenziell für Schilddrüsenhormone und kognitive Entwicklung. In Deutschland strukturell mangelversorgt trotz Jodsalz-Programm. EFSA-Claims zugelassen.
Koffein
Koffein ist die weltweit am häufigsten konsumierte psychoaktive Substanz. Hunderte RCTs belegen Effekte auf Wachheit, Reaktionszeit, Ausdauerleistung und kurzfristige Kognition.
Kollagen
Kollagen ist eines der bekanntesten Supplements. Für Haut und Gelenkmarker gibt es Humanstudien; weitergehende Verjüngungsversprechen sind nicht belegt.
Kreatin (Creatin)
Kreatin ist eines der bestuntersuchten Supplements für hochintensive Muskelarbeit. Die stärkste Evidenz stammt aus Kraft- und Schnellkraftstudien; weitere Einsatzfelder werden weiterhin erforscht.
Kupfer
Kupfer ist essenziell für Enzyme, Eisenstoffwechsel und Bindegewebe. Sinnvoll bei Mangel – isoliert hochdosiert aber keine gute Idee.
L-Citrullin
L-Citrullin kann die Stickstoffmonoxid-Produktion steigern und wird in Studien mit verbesserter Durchblutung sowie Ausdauerleistung bei körperlicher Belastung in Verbindung gebracht.
L-Theanin
L-Theanin gehört zu den populäreren Nootropics: Es wird vor allem für Ruhe ohne starke Sedierung untersucht, besonders in Kombination mit Koffein.
L-Tyrosin
L-Tyrosin ist eine Aminosäure-Vorstufe von Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin. In Studien zeigte sie kognitive Vorteile unter akutem Stress und Schlafentzug.
Lion's Mane (Hericium erinaceus)
Speisepilz mit Wirkstoffen (Hericenone, Erinacine), die NGF- und BDNF-Synthese stimulieren. Erste RCTs bei MCI und Angstsymptomen positiv — Evidenz bleibt früh und begrenzt.
Magnesium
Magnesium ist an über 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt. Niedrige Zufuhr ist in Deutschland häufig. Die Form beeinflusst Bioverfügbarkeit und Verträglichkeit deutlich.
Phosphatidylserin
Phosphatidylserin ist ein Membranphospholipid. In der EU existiert ein zugelassener Claim zur Aufrechterhaltung normaler kognitiver Funktion unter definierten Bedingungen.
Probiotika
Probiotika sind lebende Mikroorganismen mit stammspezifischen Eigenschaften im Darm-Kontext. Das Hauptproblem ist die Produktqualität: Viele Angebote sind nur begrenzt dokumentiert.
Quercetin
Quercetin ist ein Pflanzenstoff mit antioxidativer Wirkung und gilt als potenzielles Senolytikum. Die Senolytik-Evidenz stammt fast ausschließlich aus Tier- und In-vitro-Studien.
Resveratrol
Als Rotwein-Inhaltsstoff und Sirtuin-Aktivator bekannt. Beeindruckende Tierstudien — Humanstudien zeigen inkonsistente Ergebnisse; Bioverfügbarkeit ist das Kernproblem.
Spermidin
Natürliches Polyamin aus Weizenkeimen und Hülsenfrüchten. Aktiviert Autophagie überzeugend in Zell- und Tiermodellen; erste Humanstudien zeigen positive Signale bei Kognition und Herzfunktion.
Taurin
Taurin ist eine Aminosäure mit zentraler Rolle im Energiestoffwechsel. Tier- und Beobachtungsdaten haben die Alterungsforschung befeuert; belastbare Humanbelege sind deutlich begrenzter.
Urolithin A
Urolithin A wird aus Granatapfel-Polyphenolen durch Darmbakterien gebildet und wird beim Menschen im Zusammenhang mit Mitophagie untersucht.
Vitamin B12 (Cobalamin)
Vitamin B12 ist essenziell für Nervenfunktion, DNA-Synthese und Homocystein-Stoffwechsel. Mangel ist bei Veganern, Älteren und Metformin-Nutzern häufig und führt zu irreversiblen Nervenschäden.
Vitamin B3 (Niacin)
Vitamin B3 ist essenziell und Vorläufer von NAD+. Bei Mangel wichtig, hochdosierte Nicotinsäure hat aber Nebenwirkungen – gesundes Altern-Nutzen bei Gesunden ist unklar.
Vitamin B5 (Pantothensäure)
Vitamin B5 ist essenziell für Coenzym A und Energiestoffwechsel. Mangel ist selten – Extra-Supplemente bringen bei guter Versorgung meist wenig.
Vitamin D3 + K2
Niedrige Vitamin-D-Spiegel sind in Deutschland verbreitet. Die Supplementierung ist vor allem in Mangelkontexten vergleichsweise gut untersucht; K2 wird oft kombiniert, ist aber als eigenständiges…
Vitamin D3
Vitamin D3 ist bei nachgewiesenem Mangel gut belegt für Knochen, Muskeln und Immunabwehr. Ohne Mangel ist der Zusatznutzen deutlich schwächer – kein Universal-Upgrade.
Vitamin K2 (MK-7)
Vitamin K2 aktiviert Proteine des Calciumstoffwechsels und wird vor allem im Zusammenhang mit Knochen- und Gefäßmarkern diskutiert. MK-7 aus Natto gilt als gut bioverfügbar.
Zink
Zink ist an vielen Enzymen beteiligt und essenziell für Immunfunktion, DNA-Reparatur und Hormonsynthese. Niedrige Zufuhr oder niedrige Spiegel sind bei älteren Menschen nicht selten und lassen…